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Nachhilfe Tirol 2017
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In Tirol haben 15 Prozent aller Schüler/innen im laufenden Schuljahr oder in den letzten
Sommerferien eine externe Nachhilfe bekommen. Dabei handelte es sich zumeist um eine
bezahlte Nachhilfe (11 %). 10 Prozent der Schulkinder haben die bezahlte Nachhilfe wäh-
rend des laufenden Schuljahres erhalten. Rund 2 Prozent der Schulkinder bekamen be-
zahlte Nachhilfe (auch) im letzten Sommer; insgesamt 4 Prozent erhielten eine unbezahlte
Nachhilfe. Rund 1 Prozent der Schüler/innen bekam nah Angaben der Eltern eine Gratis-
nachhilfe. Die Nachhilfequote in Tirol hat sich leicht verringert (um einen Prozentpunkt).
Sie liegt nach wie vor etwas unter im bundesweiten Schnitt.
Externe Nachhilfe haben im laufenden Schuljahr und in den letzten Sommerferien rund
13.000 Tiroler Schüler/innen erhalten. Die bezahlte Nachhilfe betraf rund 9.500 Schul-
kinder.
Der Gesamtbedarf an Nachhilfe ist noch etwas größer: Er beläuft sich in Tirol auf 19 Pro-
zent der Schüler/innen bzw. auf rund 16.500 Schulkinder, wenn man jene mitberücksich-
tigt, die (u.a. aus Kostengründen) keine externe Nachhilfe bekommen haben, obwohl dies
seitens der Eltern erwünscht gewesen wäre (4 % auf Basis aller Schüler/innen). Gegenüber
dem Vorjahr hat sich der Gesamtbedarf an Nachhilfe aber in Tirol verringert (um rund
1.500 Schüler/innen)
Die Notwendigkeit einer Nachhilfe hängt nicht damit zusammen, dass die betreffenden El-
tern mit ihren Kindern zu wenig lernen und üben. Bei jenen Kindern, die eine Nachhilfe
bekommen, ist das zeitliche Engagement der Eltern etwa ebenso groß wie bei Eltern, die
ohne externe Nachhilfe auskommen.
Nachhilfe ist in Tirol so wie auch bundesweit vor allem in Mathematik nötig. Sechs von
zehn Nachhilfe-Schüler/innen bekamen sie in diesem Fach. Nachhilfe in einer Fremdspra-
che erhielten vier von zehn Nachhilfeschüler/innen, Nachhilfe in Deutsch ein Viertel. Bei
Burschen ist Nachhilfe zu höheren Anteilen in Deutsch und in Fremdsprachen nötig gewe-
sen, bei Mädchen in Mathematik.
In Tirol wird bezahle Nachhilfe am relativ häufigsten von Nachhilfe-Instituten (42 %) und
von Lehrer/innen gegeben (35 %). Für rund ein Fünftel der Nachhilfe-Schüler/innen enga-
gierten die Eltern eine Studentin bzw. einen Studenten. Rezent zugenommen hat der
Anteil derer, die sich für ein Nachhilfe-Institut entschieden.
Die Hälfte der Tiroler Schüler/innen mit Nachhilfe bekommt diese relativ regelmäßig wäh-
rend des ganzen Schuljahres, vier von zehn eher gezielt vor Schularbeiten und Tests.
Bei 44 Prozent der Schüler/innen ging es bei der Nachhilfe darum, eine Note zu verbessern
(ohne unmittelbare Gefahr des Sitzenbleibens). Ein Drittel bekam Nachhilfe, um eine
Nachprüfung bzw. um eine negative Zeugnisnote zu verhindern.