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Seite 26 WISO

gen, zum Stichtag 12. Monat beläuft sich der Anteil

auf rund 17% und zum 18. Monat auf rund 28%. Zum

24. Monat ist ein deutlicher Zuwachs auf rund 55%

zu sehen, gefolgt von einem Anstieg auf 69% zum

30. Monat.

Wiedereinstiegsprozesse der Männer heben sich

deutlich von jenen der Frauen ab

Zum einen fallen die Wiedereinstiegsquoten der Män-

ner deutlich höher aus als bei Frauen. Zum anderen

häuft sich die Zahl der Wiedereinstiege bei Männern

bereits bei einer 3- bzw. 6-monatigen Frist. Anhand

des längerfristigen Zeitrahmens verdeutlicht sich al-

lerdings auch, dass sich die geschlechtsspezifischen

Unterschiede in den Wiedereinstiegsquoten bis zum

84. Monat deutlich verringern und zwar in Tirol in ei-

nem sehr ähnlichen Ausmaß wie im gesamten Bun-

desgebiet: Betrug die Differenz zwischen den Wie-

dereinstiegsquoten von Frauen und Männern in der

Kohorte 2006 in Tirol zum 24. Monat beispielsweise

noch 36 Prozentpunkte, verzeichnen zum 60. Monat

nur mehr um rund 6 Prozentpunkte mehr Männer als

Frauen einen Wiedereinstieg, zum 84. Monat beläuft

sich die Differenz auf lediglich rund 4 Prozentpunkte.

Spätere Wiedereinstiege und reduzierte Wieder-

einstiegsquoten von Alleinerzieherinnen

Zuvor überwiegend beschäftigte Alleinerzieherinnen

verzeichnen sowohl in Tirol als auch bundesweit

nicht nur spätere Wiedereinstiege, sondern sie kön-

nen diesen Rückstand auch über den gesamten Be-

obachtungszeitraum hinweg nicht aufholen. Verant-

wortlich hierfür könnten Vereinbarkeitsproblematiken

sein, die sich durch das Fehlen eines zweiten Eltern-

teils für diese Gruppe erschwert darstellen.

Geteilte Inanspruchnahmen mit einer Erwerbs-

unterbrechung des Partners (allen voran mit ei-

ner längeren Bezugsdauer von über 6 Monaten)

fördern erfolgreiche Wiedereinstiege von Frauen

Während in der Kohorte 2012 rund 54% der zuvor

überwiegend beschäftigten Tirolerinnen mit alleini-

gem KBG-Bezug bis zum 2. Geburtstag des Kindes

wieder eingestiegen sind, trifft dies auf rund 57%

der Frauen mit einer geteilten Inanspruchnahme

ohne Erwerbsunterbrechung des Partners zu und

bereits auf rund 74% der Frauen mit einer geteilten

Inanspruchnahme mit Erwerbsunterbrechung des

Partners. Zusätzlich zeigen sich auch deutliche Un-

terschiede in den Wiedereinstiegsquoten zuvor über-

wiegend beschäftigter Tirolerinnen mit einer geteilten

Inanspruchnahme mit Erwerbsunterbrechung des

Partners je nach Bezugsdauer des Partners: So sind

in der Kohorte 2012 bis zum 2. Geburtstag des Kin-

des rund 71% der Frauen mit einer Bezugsdauer des

Partners von bis zu 3 Monaten wieder eingestiegen.

Bei Frauen deren Partner eine Bezugsdauer von

über 6 Monaten aufweisen, liegt dieser Anteil bereits

bei rund 96%.

Ausmaß der partnerschaftlichen Teilung hat sich

in Tirol vervierfacht, bleibt allerdings hinter dem

bundesweiten Durchschnitt zurück

Im Vergleich der Jahre 2006 bis 2013 zeigt sich, dass

das Ausmaß der partnerschaftlichen Teilung unab-

hängig von der Vorkarriere der Frauen in Kinderaus-

zeit zugenommen hat: Wiesen im Jahr 2006 rund 2%

der zuvor überwiegend beschäftigten Tirolerinnen

eine solche Teilung mit dem Partner mit Erwerbsun-

terbrechung auf, steigt dieser Anteil im Jahr 2013 auf

rund 9% an. Seit Beobachtungsbeginn hat sich das